Aktuelles bei JAM

Ernährungsprogramm ausgeweitet

Joint Aid Management versorgt im Südsudan inzwischen täglich 160.000 Menschen mit überlebenswichtigen Nahrungsmitteln

(16.11.2011) Im dritten Quartal des Jahres 2011 erhöhte Joint Aid Management (JAM) im Südsudan die Gesamtzahl der Empfänger seiner Nahrungsmittelhilfe auf 160.000. Knapp 20.000 Menschen konnten zwischen Juli und September 2011 zusätzlich in das JAM-Ernährungsprogramm aufgenommen werden. Die südafrikanische Entwicklungsorganisation ist damit der zweitgrößte Implementierungspartner des UNO-Welternährungsprogramms im Land.

Vor dem Hintergrund der noch immer anhaltenden Kämpfe in den südsudanesischen Bundesstaaten Warrap und Jonglei und der daraus resultierenden humanitären Not, beschloss die südafrikanischen Hilfsorganisation im dritten Quartal 2011 eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Land. Im Bundesstaat Warrap im Norden des Landes wurden hauptsächlich Binnenflüchtlinge neu in das JAM-Ernährungsprogramm aufgenommen, die aus dem nördlich angrenzenden Bundesstaat Abyei aufgrund der Grenzkonflikte zwischen Sudan und Südsudan nach Süden geflohen waren. Viele dieser IDPs (Internally Displaced Persons) gehören zu den am härtesten Betroffenen der insgesamt prekären politischen und sozialen Lage des jungen Staates. Im Bundesstaat Jonglei im Osten des Südsudans sind blutige Stammesfehden noch immer an der Tagesordnung, was zahlreiche Menschen dazu zwingt, ihre Häuser zu verlassen und in andere Regionen zu fliehen. Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der UNO (OCHA) zählte für 2011 allein im Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 31. Juli 156 gewaltsame Konflikte in Jonglei – drei Mal mehr als in irgendeinem anderen Bundesstaat des Südsudans. JAM nahm aus diesem Grund auch in Jonglei zahlreiche Binnenflüchtlinge neu in sein Ernährungsprogramm auf.

JAM ist im Südsudan als Implementierungspartner des UNO-Welternährungsprogramms (WFP) auf drei Arbeitsfeldern aktiv:

  1. Essen für Bildung (FFE, Food For Education): JAM betreibt in zahlreichen Schulen in den Bundesstaaten Jonglei und Warrap Schulernährungsprogramme, durch die etwa 43.000 Schüler täglich Zugang zu Nahrung und Bildung erhalten.
  2. Allgemeine Nahrungsmittelverteilung (GFD, General Food Distribution): JAM verteilt an zahlreichen Ausgabestellen in den Bundesstaaten Jonglei und Warrap Lebensmittelpakete, wodurch bis zur Ausweitung des Programms knapp 88.000 Menschen, die von der internationalen Staatengemeinschaft als IDPs klassifiziert werden, täglich mit lebenswichtiger Nahrung versorgt werden konnten. Nach der Ausweitung des JAM-Ernährungsprogramms auf diesem Arbeitsfeld im dritten Quartal 2011 beträgt die Zahl der Empfänger der GFD-Nahrungsmittelhilfe von JAM über 108.000 Menschen.
  3. Essen für Wiederaufbau (FFR, Food For Recovery): JAM versorgt in den Bundesstaaten Jonglei und Warrap über 10.000 Menschen, die beim Wiederaufbau der Basisinfrastruktur des Landes (insbesondere beim Bau von sanitären Anlagen an Schulen) mithelfen, täglich mit Nahrungsmitteln.

16.11.2011 17:34

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